
Traum2025 -
der Multimediavortrag
zu unserer Reise mit dem Motorrad nach Zentralasien
Wann: 17.10.2026, 18.00
Wo: im Vereinshaus Dorfhain
Über Euer Kommen würden wir uns sehr freuen!
Speisen und Getränke gibt es vor Ort.
Eintritt ist frei!
26.08.2026
Prag bis nach Hause (Dorfhain)
Pünktlich kurz vor 10 waren wir startklar. In der Nacht hatte es wohl etwas geregnet, jetzt schien die Sonne bei moderaten Temperaturen. Es sollte nach Hause gehen, aber Ramonas Mopped wollte wohl nicht. Genauer gesagt, die Batterie streikte. Wir wissen nicht warum, es ist eine ähnliche Situation wie voriges Jahr an der Grenze zu Russland. Damals wollte eine der fast nagelneuen Batterien auch nicht mehr. Eine haben wir getauscht, die 2. aus der Serie befindet sich noch in Ramonas Bike... Nur heute sind wir in Prag, mitten in Europa, es ist Mittwoch und notfalls wären Werkstätten oder Läden offen, wo man sich behelfen kann. Eine Starthilfepowerbank, ein Gerät, welches etxra für solche Situationen zugelegt wurde, half auch nicht weiter, wir rätselten, ob wir es falsch bedienten. Also holte Maik sein selbstgebasteltes Überbrückungskabel aus der Versenkung und wir verbanden erst mal beide Moppeds. Danach wird das intakte Mopped gestartet und lädt nun mit leicht erhöhter Drehzahl die Batterie des anderen Moppeds auf. NAch 15-20 Minuten kann man nun einen neuen Startversuch wagen. Das hat dann auch funktieniert und so starteten wir in Prag eine Stunde später, also gegen 11 Uhr.
Wir sind wieder auf kleineren Straßen heimwärts gefahren. Als diese zu schlecht wurden, haben wir dann doch Fernstraßen genutzt, so dass wir in Zinnwald die Grenze zu Deutschland passierten. Zuvor, unmittelbar vor der Grenze, haben wir uns noch in einer kleinen Gaststube (Restaurant Diana) gestärkt mit Knoblauchsuppe und Gulasch mit Knödeln. Das ist ein von einem über 70-Jährigen geführen Restaurant, der auch klagte, kein jüngeres Personal zu bekommen. Dort scheint auch eine Art deutscher Rentnertreff zu sein... ;-)
Gegen 15 Uhr waren wir nach 165 km mit zeitweise leichtem Regen, aber ohne weitere Zwischenfälle, wieder zu Hause.
So, das wars nun mit unserer diesjährigen Tour, etwas verkürzt, weil wir nur 2 anstatt 4 Wochen Zeit hatten. Aber trotzdem erlebnisreich!
Und im nächsten Jahr soll es wieder etwas weiter weg gehen und 2 bis 3 Monate dauern, so der Plan. Was dann daraus wird, wir werden sehen. Lasst euch überraschen!
25.08.2026
Prag
Etwas ausschlafen war angesagt, auch wenn Maik trotzdem nicht wirklich gut geschlafen hat und demzufolge auch nicht ausgeschlafen war ;-)
Die Pension Filip liegt auf dem Berg und so gingen wir nach dem Frühstück gemütlich durch einen Park nach unten in die Altstadt. Wir schauten uns dort etwas um, schlenderten durch die Straßen und warteten dann am Denkmal Karl des IV auf unsere Führung zur und durch die Prager Burg. Pünktlich um 13.15Uhr lernten wir Stanek kennen, der uns dann sehr viel über Prag, über die Historie der Burg und viele andere wissenswerte Dinge erzählte. Das war so viel, dass man sich das sowieso nicht alles merken kann. Aber seine Führung war wirklich gut. Nebenbei erzählte er uns auch, dass er manchmal auch Führungen in Dresden macht für Tschechen, besonders zur Weihnachtszeit, weil es dann auf den Strizelmarkt geht. Deutsch hat Stanek in seiner Jugend gelernt, erklärte er, weil er oft in der DDR war, wie Dresden, Leipzig aber auch auf Rügen und Usedom.
Nach der Führung, bei der wir das Burgareal mit Veitsdom, Alten Königspalast, St.-Georgs-Basilika und Goldenem Gässchen besichtigt und erklärt bekommen haben, liefen wir durch den ebenfalls sehensweren Wallensteingarten zurück in die Stadt. Beim Slivovic Café stoppten wir und nahmen einen kleinen Imbis und kosteten auch mal einen echten Slivovic aus einer Prager Destillerie. Laut Stanek sollte es hier Marillenknödel geben, aber es waren, passend zum Slivovic, Pflaumenknödel! Hier gibt es übrigens auch ein Slivovic-Museum.
Später bummelten wir noch durch die Stadt, aßen etwas zum Abendbrort bei Pork's. Dort trafen wir vorwiegend asiatische Gäste, die meisten davon aßen Schweinshaxe und tranken dazu ein Bier. Bei uns gab es keine Schweinshaxe, das wäre zuviel geworden. Wir nahmen mit Schweinefleisch gefüllte Kroketten in Knoblauchsoße. War auch gut. Weiter ging unser Bummel durch die Stadt.
Als wir an dem tanzenden Haus angekommen waren, von dem uns Stanek erzählt hatte, dass hier für die Prager die abendliche Flaniermeile beginnt, saßen wir noch etwas an der Moldau und ließen die Eindrücke des Tages auf uns wirken. Zurück zur Pension ging es später mit der Buslinie 176.
Heute ruhten die Moppeds, wir aber haben ca. 20.000 Schritte zurückgelegt. Glück hatten wir mit dem Wetter. Vormittags war es noch ein bisschen frisch, später, als die Sonne schien, waren es wohl etwas über 20°C, also wirklich passend für solch einen Tag.
24.08.2026
Asten nach Prag (Tschechien)
Bevor es weiterging haben wir heute früh noch schnell bei Hofer was eingekauft (hauptsächlich Getränke) und auch dort gleich getankt. Um 10.30Uhr starteten wir dann endgültig Richtung Prag. Meistens waren wir auf größeren Straßen unterwegs, oftmals war dort viel Verkehr. So war es dann im Tal der Moldau bis Český Krumlov auf kleiner Straße wirklich angenehm zu fahren. So gut wie kein Verkehr auf der Straße, welche sich oft neben der Moldau im Tal entlang schlängelte. Auf der Moldau war dagegen viel los: Schlauchboote und Paddler waren zahlreich unterwegs. Und wir genossen die Fahrt, gleiteten so zwischen 40km/h und 60km/h dahin, da kein Verkehr war, behinderten wir auch niemanden.
In Tabor legten wir einen Stopp am Marktplatz ein. Wir hatten gelesen, dass es lohnenswert wäre. Ist es auch. Der Stadtkern ist toll restauriert und besteht zum großen Teil aus mittelalterlichen Gebäuden. Sehr schön anzusehen! Wir liefen ein paar Meter, wollten am Automaten Geld, tschechische Kronen, holen, da wir so gut wie keine mehr haben, aber der Umrechnungskurs zum Euro war ziemlich schlecht. Offiziell bekommt man etwa 24 Kronen für 1 Euro, am Automaten sollten es nur 20 Kronen werden. Da haben wir nichts genommen. In einem einladenden Café gabs dann Cappuccino und zur Abwechslung mal kein Eis sondern Tiramisu, obwohl die Option Eis auch möglich gewesen wäre. Kartenzahlung war dort kein Problem.
In Prag, wenige Kilometer vor unserem Ziel, gerieten wir mal so richtig in einen Stau. Aber nachdem wir das Zentrum hinter uns hatten, ging es wieder besser voran. Um 17 Uhr waren wir an der Pension Filip, unserem heutigen Ziel, angekommen. Zurückgelegt haben wir somit 270km bei Sonne und meist um die 20°C.
23.08.2026
Poljana nach Asten (Österreich)
Kurz vor 10 sind wir Richtung Linz (Österreich) losgedüst bei reichlich Bewölkung und knapp 20°C. Nicht dass es falsch verstanden wird, wir gönnen Kroatien und Slowenien den dringend benötigten Regen, der hätte aber gern noch einen halben Tag auf sich warten lassen können.
Wir sind heute über mehrere Pässe gefahren, u.a. über den Packsattel und den Höhoben-Pass. War schön kurvig, weiter oben auch etwas kühl (der höchste war der Gaberlpass mit 1.551m) aber trocken. Es zeigte sich hin und wieder auch die Sonne, dann konnten durchaus auch über 20°C gemessen werden. Alles in allem eine schöne Tour, die Kehren nicht zu schwierig. Nur manchmal störten die zögerlichen Autofahrer vor uns den Fahrspaß, die aufgrund der kurvigen Strecken schwierig zu überholen waren. Da heute Sonntag ist, gab es eine Menge Motorradfahrer, die unterwegs waren.
Unterewegs sahen wir auch das Benediktinerkloster Stift St. Paul im Lavanttal und die Hundertwasserkirche in Bärnbach. Die Kirche ist außen ein richtiger Hingucker, mal ganz anders, uns hat sie wirklich gefallen. Innen ist sie relativ normal.
In Spittal legten wir eine Kaffeepause ein, Maik hat von Weitem die Ausschilderung gesehen. Wir hatten Glück, konnten unter einem Schirm im Grünen Cappuccino und Eis genießen ehe es zu unserer Unterkunft nach Asten bei Linz weiterging. In der Pizzeria, die wir uns vorher schon ausgesucht hatten, weil sie nur knapp einen Kilometer zu unserer Unterkunft zu finden war, bekamen wir kein Abendbrot, weil: Betriebsferien. Da hier in Österreich scheinbar auch alle Läden am Sonntag geschlossen haben, fragten wir in der Pension nach, die wir gegen 17.45 Uhr erreichten. Sie hatten auch gleich eine Empfehlung: ein Restaurant 2,5km entfernt. Also schwangen wir uns nochmal jetzt nur auf ein Mopped und das Abendbrot war gerettet. Wir nahmen von dort nämlich einfach 2 Pizzen mit (die gab es dort auch) und haben dann in der Pension gemütlich gegessen und dazu gab's Rotwein, den hatten wir schon in Serbien gekauft.
Anschließend planten wir unsere 2 letzten Reisetage für diese Tour.
335 km waren wir heute unterwegs bei moderaten Temperaturen.
22.08.2026
Nationalpark Plitvicer Seen nach Poljana (Slowenien)
Heute ging es gezielt nach Norden: Heimatkurs. Wir hatten an der Lodge noch ein ganz nettes Gespräch mit einer Österreicherin, die in Zagreb geboren ist und als Hobbytaucherin sehr viel um die Welt kommt. Da wir beim Auschecken der Lodgebetreiberin auf Nachfrage erzählten, dass wir in diesem Jahr mit unseren Motorrädern keine wirklich große Tour machen, dafür aber im vergangenen Jahr 6 Monate unterwegs waren, wurde die Wienerin neugierig und so kam es zu diesem interessanten Gespräch.
Bei Sonnenschein und 25°C starteten wir, aber dunkle Wolken, die so gar nicht vorhergesagt waren, kamen bald dazu und verdeckten die Sonne. Schließlich regnete es keine Stunde später und hörte auch so schnell nicht wieder auf. Der Himmel war einfach eine graue, trübe Suppe. Gut, dass wir vorausschauend unsere Regensachen drübergezogen haben. Außerdem wurde es auch kühl (um nicht zu sagen kalt auf dem Motorrad), 16°C war wohl der Tiefpunkt im Gebirge, 17°C bis 18°C herrschten meist vor.
Ja, die Strecke war sehenswert, viele Schlösser und Burgen entdeckten wir trotz des Regens, fuhren an Flüssen und in waldreichen Abschnitten. Schön kurvenreich war es ebenfalls, es gab auch hier und da spitze Kehren (die Maik liebt aber Ramona nicht unbedingt braucht).
Der Regen hörte dann gegen 15 Uhr endlich auf und wir legten alsbald eine Pause an einem Café zum Aufwärmen bei einem Cappuccino ein. Weiter gings danach wieder kurvenreich, wärmer wurde es kaum, denn wir arbeiteten uns auf einen Pass hoch (Höhe 1.080m). Es war wieder sehr kurvenreich, da kommt man nicht so schnell voran, ist ja auch nicht unser Anspruch. Mit Zwischenstopps zum Tanken und Einkaufen kamen wir gegen 18.30 Uhr nach ca. 300km an. Immer noch klamm und etwas durchgekühlt.Vor 2 Tagen freuten wir uns über die Klimaanlage heute über einen heißen Tee, so schnell kann sich das ändern!
21.08.2026
Nationalpark Plitvicer Seen
Tatsächlich machte die Hitze heute eine Pause, es waren nur um die 25°C, ganz angenehm zum Wandern, zumal es auch öfter noch bewölkt war.
Nach dem Frühstück starteten wir, ein Eingang zum Nationalpark ist gleich hier, nur ca. 250m von der Lodge entfernt. Das hatte uns die Lodgebetreiberin gestern schon gesagt. Was sie uns hätte noch sagen können, dass man besser online Eintrittskarten im Voraus kauft. Am Info-Häuschen mussten wir dann nämlich über eine App Karten ordern, einem muffligen Herrn war im Prinzip jede Nachfrage zuviel, er ratterte lustlos Anweisungen in Englisch runter, die kaum zu verstehen waren, die App war auf kroatisch... Und dann sollten wir noch über 2 Stunden warten, bis wir reinkönnen! Bei einem Preis von 40€ pro Person! Wir protestierten und durften dann tatsächlich sofort passieren. Also, für alle, die auch mal dorthin wollen, Eintrittskarten vorher buchen!
Der Besucherandrang war kolossal, wir waren vor 24 Jahren schon mal hier , da konnten wir in Ruhe durchlaufen, heute eher weniger. Wir nahmen zunächst das Boot in Anspruch (Warteschlange, dafür waren alle Fahrten im Eintrittspreis enthalten), das uns ein Stück in den Park hinein brachte und dann gingen wir eine Runde. Es war gottseidank nicht ganz so überlaufen, wie vor etwa 10 Jahren an den Krika-Wasserfällen, wo man wirklich nur noch in einer Schlange dicht an dicht durch den Park kam. Glücklicherweise hatten wir diesen auch schon früher mit weitaus weniger Andrang besucht.
Heute haben wir trotzdem die schöne Natur genossen. Die 16 größeren Seen, die eine unterschiedliche Uferhöhe haben und teilweise ineinanderfließen, über kleinere und auch größere Stufen, das ist schon toll. Und dieses türkisblau! Wenn man das nicht mit eigenen Augen sieht, glaubt man es wohl nicht, dass Wasser so von Natur aus aussehrn kann! Ein paar größere Wasserfälle haben wir ebenfalls passiert, darunter mit 87 Metern Höhe den höchsten Kroatiens. Der hatte jedoch nicht übermäßig viel Wasser. Die Wege verliefen oft auf Stegen und im Schatten. Es gibt auch genügend Ruheplätze und Imbissangebote. Wir leisteten uns ein abgepacktes Eis, nichts außergewöhliches, bis auf den Preis!
Alles in allem war es heute zwar teuer aber trotzdem schön.
20.08.2026
Slavonski Brod (Kroatien) zu den Plitvicer Seen
Es gibt gar nicht viel zu sagen zum heutigen Tag. Losgefahren sind wir kurz nach halb zehn bei 30°C, 33°C waren es kurze Zeit später. Zunächst sind wir noch ein Stück Autobahn gefahren, um voran zu kommen. Aber dann ging es meist über kleinere Landstraßen weiter, im Grunde genommen immer mehr oder weniger an der Grenze zu Bosnien-Herzegowina entlang. Die Straßen waren oft kurvig und relativ leer. Es fuhr sich gut. Aber es gab viel Polizeipräsenz (wegen der Grenze?). Manche Orte zogen sich aber auch kilometerlang dahin und wir fragten uns, warum wir 50 fahren sollen. Da waren mal 4 oder 5 Häuser, dann Feld, Brachland, Wald... ehe dann kleckerweise wieder ein paar Häuser auftauchten. Erschreckenderweise auch etliche verlassene Häuser, besonders viele im Rohbau, denen man es erst im letzten Augenblick ansieht, dass sie wohl schon Jahrzehnte so dastehen. An anderen Häusern gibt es immer noch Einschusslöcher. Kriegsrelikte, die den Sinn jeden Krieges in Frage stellen. Da kommen keine guten Gedanken auf.
Ansonsten war es heute eine Hitzeschlacht, meist fuhren wir ab Mittag bei 36°C bis 37°C, Spitzenwert war 38,5°C. Es war auch gar nicht so einfach, immer mal einen schattigen Pausenplatz zu finden. Verdunstungskühlung hilft etwas, trotzdem waren wir froh, gegen 16.25 Uhr am Ziel angekommen zu sein nach 305 km.
Das Zimmer hat Klimaanlage und wir hatten zuvor etwas zum Abendbrot eingekauft, natürlich auch Getränke für heute und morgen, so müssen wir heute nicht mehr raus. Morgen soll es hier nicht ganz so heiß sein. Wir hoffen, dass das stimmt, denn wir wollen uns im Nationalpark Plitvicer Seen umschauen und wandern gehen.
19.08.2026
Donji Milanovac nach Slavonski Brod (Kroatien)
Noch ein paar Worte zum Eisernen Tor: Es handelt sich hierbei um eine Schlucht, durch die sich die Donau ihren Weg gebahnt hat. Diese Schlucht liegt zwischen den Serbischen Karpaten und dem Banater Gebirge (Rumänien) und ist gut 100 km lang.
Davon haben wir heute auf dem Weg nach Kroatien noch etwas genießen können, es war auch angenehm, beim Start etwa 25°C, was auch entlang der Schlucht so blieb. Später, Richtung Autobahn und auf dieser kletterte das Thermometer wieder auf 35°C. Und die meiste Zeit sind wir Autobahn gefahren, da wir nicht so viel Zeit zur Verfügung haben und uns noch einen "Ruhetag" an den Plitvicer Seen leisten wollen.
400 km haben wir so zurückgelegt und sind am späten Nachmittag an unserer Unterkunft in Slavonski Brod angekommen. Zwischendurch haben wir an der Autobahn eine längere Rast eingelegt, zum Tanken und zum "Auftanken" - sprich einen kleinen Imbiss und etwas mehr zu trinken haben wir uns geleistet. Das mit dem Tanken war etwas speziell. Schon gestern haben wir an der Tankstelle (NIS) nur gegen Serbisches Bargeld tanken dürfen, Kreditkartenzahlung nicht für Ausländer möglich. Da dachte zumindest Maik noch, dass es vielleicht ein technisches Problem gibt. Gestern hatten wir auch noch genügend Bargeld (Dinar). Heute passierte uns das Gleiche auf der Autobahn Richtung kroatischer Grenze (Gasprom), da wir aber noch genügend Benzin im Tank hatten und eigentlich nur wegen einer Pause hielten, fuhren wir erst einmal weiter. Im zweiten Anlauf bei "OMV" hatten wir dann Glück. Wahrscheinlich war das bei "Gasprom" heute oder generell an der Tagesordnung, dass man Ausländern keine Kreditkartenzahlung ermöglicht, denn später sahen wir 2 Polnische Motorradfahrer vor uns, die auch an einer Gasprom-Tankstelle kurz hielten aber dann gleich weiterfuhren. Es ist nur eine Vermutung... Schade. Bisher fühlten wir uns in Serbien überall sehr willkommen. Wenn man dann kurz vor der kroatischen Grenze so ausgebremst wird... Uns wäre nichts passiert, da wir auch noch bis über die Grenze gekommen wären. Die Grenzabfertigung dauerte etwas, am schlimmsten war die Wartezeit in der prallen Sonne, da muss man schon was abhalten als Motorradfahrer. Habens überstanden und in einer halben Stunde waren beide Grenzen passiert.
18.08.2026
in Donji Milanovac
Heute sind wir mal hiergeblieben. Wir wanderten im Nationalpark Derdap eine Runde. Dabei hatten wir Glück, es war teilweise bewölkt, etwas windig und tatsächlich unter 30°C! Unterwegs konnten wir schöne Ausblicke genießen auf die gebirgige Landschaft und mittendrin die Donau, der mächtige Strom, mal mehr, mal weniger zu sehen.
Am Nachmittag, als wir von der Wanderung zurück waren, entschlossen wir uns, noch mit den Motorrädern hier im Gebiet des Eisernen Tors an der Donau entlangzufahren, schließlich beginnt das ganze Szenario mit dem Donaudurchbruch ja erst kurz vor Donji Milanovac. Und wir wurden tatsächlich mit phantastischen Ausblicken auf diese Landschaft belohnt! Da ist die Donau mehrere hundert Meter breit und plötzlich versperren ihr mächtige Felsen den Weg! Das sieht gewaltig aus, sehr schön anzuschauen. Natürlich legten wir mehrere Stopps ein, um das Ganze auf uns wirken zu lassen und gezielt ein paar Fotos zu machen. Den Rückweg hatten wir kürzer durchs Hinterland geplant, mussten dann aber umkehren, weil dicke Rauchwolken voraus waren und uns sehr viele Fahrzeuge entgegen kamen. Manche gaben Lichthupe und wollten uns damit zu verstehen geben, dass es wohl weiter vorn nicht weitergeht. Also hatten wir nun das Glück (oder Pech), die gesamte Strecke an der Donau zurückfahren zu müssen. Die Tour war dann insgesamt 156km lang geworden. Gesehen haben wir dabei auch den Staudamm, auf dem eine Straße rüber nach Rumänien führt.
17.08.2026
Vrbas (Serbien) nach Donji Milanovac
Frühstück gab es im Restaurant des Hotels. Es war alles reichlich vorhanden, nur Ei vermissten wir und beim Obstkorb war wohl das Personal betriebsblind: faulige und schimmlige Früchte waren da mit drin!
Gestartet sind wir um 9.50 Uhr bei 30°C. Da wir heute eine größere Distanz zu überwinden hatten, wir wollten zum Eisernen Tor, nahmen wir auch die Autobahn. Der Zustand dieser war sehr gut und so kamen wir auch zügig voran. Nach ca. 200km war Schluss damit. Gezahlt haben wir insgesamt 6,34€. Dann ging es auf die Landstraße, zunächst im Stau. Immer mal wieder konnten wir auf neuen Abschnitten der Autobahn fahren, oft aber nur mit 50km/h; warum auch immer! Die neue Autobahn ist eben noch nicht fertig! Und die angesagten Waldbrände nördlich von Belgrad haben wir auch gesehen bzw. die Rauchwolken. Ist schon schlimm. Irgendwann schwenkten wir dann zum Donauufer ein. Es ging Richtung Eisernes Tor. Die Donau musste sich hier gewaltsam den Flusslauf durch die bergige und felsige Landschaft bahnen. Im Grunde genommen fuhren wir neben der Donau aber nicht immer lies sich ein Blick auf sie erhaschen. Das Ufer ist zu bewachsen. Aber wenn wir Sicht hatten, sah es schon toll aus.
Nach 324 Kilometern erreichten wir unser Ziel gegen 15.30 Uhr: Hotel Lepinski Vir, ein recht überdimensioniertes Hotel aus den sozialistischen 80er Jahren. Von außen schon sehr runtergekommen, der bestimmt einstmals prächtige Eingang mit Rezeption ist geschlossen, aber wir konnten am Abend einen Blick hinein werfen: es wird wahrscheinlich ziemlich radikal erneuert, sieht erst mal fast aus wie ein Lost Place. Im Hotel, die Rezeption ist verlegt, empfängt uns auch der Charme der alten Zeiten was Gestaltung und Zimmerausstattung betrifft. Aber alles ist sauber und es gibt eine Klimaanlage. Die ist schon wichtig, denn wir hatten heute unterwegs die 37°C-Marke überschritten. An der Donau pegelte sich die Temperatur dann bei ca. 32°C ein. Vom Balkon unseres Zimmers haben wir einen fantastischen Blick über die Donau rüber auf die rumänische Seite. Auf dem Balkon haben wir dann am Abend noch diesen Blick bei Sangria genossen. Zuvor testeten wir aber den Spa-Bereich des Hotels, ein Hallenschwimmbad mit Sauna und speziellen Sprudelbecken. Das war gut zur Abkühlung. Abendbrot und Getränke besorgten wir uns im Ort etwas unterhalb des Hotels.
16.08.2026
Siofok (Balaton) nach Vrbas (Serbien)
Nachtrag zu gestern: Als wir so an der Donau entlang fuhren in der Slowakei, neben uns der Damm, auf dem sich der Radweg befindet, sahen wir nichts von der Donau aber es weckte Erinnerungen an 2019. Die Donau, die auf dieser Strecke immer wieder angestaut wird, läuft schnurgerade durch die Landschaft, die Straße ebenfalls, recht langweilig. Genauso war es damals mit dem Fahrrad. Wir haben zwar die Donau gesehen, schnurgerade wie im Kanal, aber nicht viel Landschaft. Es hatte heftig geregnet und wir kämpften gegen den Wind an. Verwöhnt von Österreich, wo es alle paar hundert Meter Restaurants, Imbisse oder Biergärten am Radweg gab, hatten wir nur ein paar Plätzchen und für jeden einen Apfel als Wegzehrung mit. Aber auf ca. 80km fuhren wir nur auf dem Damm, da gab es gar nichts, die wenigen kleinen Orte, die wir sahen, lagen einige Kilometer landeinwärts... So freuten wir uns, als wir Ungarn erreichten und in den Gärten Pfirsiche zum Kauf angeboten wurden.
Heute starteten wir gegen 10 Uhr schon bei 30°C. Es waren eher größere Straßen, mal mit mehr mal mit weniger Verkehr. Es gab nicht wirklich viel zu sehen unterwegs, viele Kreisverkehre, wenig Kurven, eine breite große und dunkle Rauchwolke, vermutlich ein Brand einige km von unserer Strecke entfernt. Meist hatten wir Temperaturen zwischen 34°C und 35°C.
Der Grenzübergang nach Serbien war unspektakulär: Um 14 Uhr an der Grenze, 14.10 Uhr bereits durch, außer den Papieren wollte keiner irgendwas sehen oder wissen.
Kurz nach der Grenze gönnten wir uns in Serbien ein Eis (italienischer Art), war sehr gut und der Betreiber (oder nur Verkäufer?) war recht freundlich, sprach ein paar Brocken deutsch und wir konnten in Euro bezahlen, denn unsere Dinar, die wir noch vom vorigen Jahr übrig hatten, hätten nicht ganz gereicht, für das, was wir wollten. Fast Punkt 16 Uhr waren wir in Vrbas am Hotel Vila Hera Spa angekommen. Es macht einen ganz guten Eindruck. Erst einmal erfrischen, etwas erholen und dann werden wir uns auf den Weg machen, Geld am Automaten zu holen und Abendbrot essen. Auf dem Plan steht auch noch, die Fahrrouten Richtung nach Hause zu planen, bis jetzt steht nur noch die Route zum Donaudurchbruch an der Grenze zu Rumänien fest.
Wir sind heute bei ziemlicher Hitze 250km gefahren. Die Straßenzustände waren etwas besser als gestern.
15.08.2026
Bratislava nach Siofok (Balaton)
Schlafen war auch ohne Ohropax möglich auf dem Party-Schiff, wenngleich die Bässe vom unteren Deck ziemlich heftig waren. Trotz der 8m² hatten wir Tür und Fenster geschlossen gehalten, nicht, um keine frische Luft hereinzubekommen, sondern um den Partykrach draußen zu lassen. Mit der sehr leisen Klimaanlage ging es tatsächlich. Empfehlen würde ich diese Unterkunft trotzdem nicht, einfach viel zu eng alles, das geht gar nicht. Aber wir hatten spät gebucht und nichts weiter in Zentrumsnähe gefunden, was noch preislich einigermaßen akzeptabel war. Was solls, wir haben es überstanden und sind um eine Erfahrung reicher!
Kurz vor 10 starteten wir dann in Richtung Ungarn zum Balaton, es waren schon 25°C, eine Stunde später waren es schon 30! Die Straßen waren heute nicht so klein, nicht so schattig und auf dem ungarischem Abschnitt auch nicht mehr ganz so gut, manchmal ganz schön wellig und holprig. In der Pusta sahen die Felder meist nicht gut aus, vertrockneter Mais, vertrocknete Sonnenblumen und viele Laubbäume mit herbstlich verfärbten Blättern, die teilweise schon runterfallen.
Wir sind aber ganz gut vorangekommen, da es weniger Kurven und Berge auf der Strecke gab (aber trotzdem auch mal einige Spitzkehren).
Gegen 14 Uhr waren wir am Hotel in Siofok. Nach dem Einchecken bezogen wir unser Zimmer in einem gerade erst eröffneten neuen Komplex, alles riecht hier noch etwas neu und wir wurden aufgefordert, unsere Motorradstiefel vor der Zimmertür abzustellen! Nach einem kleinen Imbiss machten wir uns auf die Suche nach dem Balaton, "Suche" deshalb, weil wir gelesen hatten, dass der Wasserspiegel sehr zurückgegangen sein soll. Aber hier war der Strand noch an der selben Stelle wie immer, er ist von einer Mauer umgeben bzw. der Strand ist damit befestigt. Datinter war Wasser, wenn auch anfangs nur wenige Zentimeter tief und ziemlich warm, auf den ersten Metern bestimmt über 30°C! Nach der nächsten Sandbank war das Wasser etwas kühler, wir schätzen so um die 28 - 29 Grad. Um richtig im Wasser zu sein muss man dann schon ca. 150m bis 200m reinlaufen. Da das Wasser so warm war, haben wir es fast 1,5 Stunden darin ausgehalten, es war eine sehr sanfte Abkühlung aber angenehm; für uns zumindest.
Im Hotelrestaurant gab es dann ein mehrgängiges Abendessen.
Wir haben heute 210km bis Siofak zurückgelegt.
14.08.2026
Wösendorf (Wachau) nach Bratislava
Noch Nachtrag zu gestern: wir verbrachten einen gemütlichen Abend beim Heurigen Mang in Weißenkirchen. Danke an unsere Nachbarn für den Tip. So hatten wir auch noch etwas Bewegung, denn von unserer Unterkunft in Wösendorf bis zum Weingarten waren es reichlich 2,5km (eine Strecke).
Heute, am Frühstückstisch in der Pension, kamen wir kurz mit einem deutschen Paar ins Gespräch, die mit dem Fahrrad auf dem Donauradweg unterwegs sind.
Start für uns war kurz nach 10 mit dem Ziel Bratislava. Es war noch angenehm, knapp über 20°C, aber unterwegs knackten wir die 30°C-Marke. Das waren über 5 Grad mehr als an den vorangegangenen Tagen, die machten sich bemerkbar. Die Lüftungsschlitze der Kombis wurden aufgezogen und wir haben uns in Gänserndorf (noch Österreich) je einen tollen Eisbecher gegönnt. Wie auch an den vergangenen Tagen fuhren wir zunächst auf kleinen, schattigen Straßen, die durchaus auch Kurven und Kehren hatten. Manchmal scheint es so, als wären in Österreich auch alle Feldwege asphaltiert, manche kaum breiter als ein Auto. Aber es lässt sich dort gut fahren (Offroadfeeling auf asphaltiertem Weg), kaum Verkehr.
Gegen 16.30 Uhr waren wir am Partyboot, unserer heutigen Unterkunft in Bratislava nach 230km Strecke. Auf nicht mehr als 8m² ist alles in unserer Kajüte untergebracht. Aber es gibt kaum Platz. Zum sitzen ein Sofa, darüber hängt an der Wand ein Klappbett. Wenn das unten ist, sind die 2 Meter Raumbreite ausgefüllt, kein entrinnen mehr. Ein Ablagebrett, 4 Haken zum Aufhängen von Sachen, ein schmaler Schrank, indem befinden sich in 3 Fächern 2 Kopfkissen und die Handtücher. Das "Bad", die 8m²schließen diese Fläche mit ein, hat in etwas die Größe in einem Wohnmobil, die Dusche hat allerdings tatsächlich ein normales Maß.
Aber es gibt eine Klimaanlage! Mal sehen, wie es sich da schläft, denn unten im Boot ist Party angesagt, wir fanden im Zimmer Oropax-Stöpsel vor.
Nachdem wir uns etwas erfrischt haben, suchten wir ein Lokal fürs Abendbrot. Hier im Zentrum der Stadt ist ziemlich viel los, aber wir haben im ersten Anlauf direkt an der Donau im Kolkovna einen Platz gefunden und gut gegessen.
Später sind wir noch etwas durch das nächtliche Bratislava an der Donau entlanggeschlendert.
13.08.2026
Český Krumlov nach Wösendorf (Wachau)
Das Nachtlager war hart, geschlafen haben wir trotzdem einigermaßen gut.
Das Frühstück war reichlich. Und so starteten wir gut vorbereitet gegen 10.45 Uhr Richtung Weißenkirchen in der Wachau. Die Sonne zeigte sich wieder mit voller Kraft, die Temperaturen sind aber noch etwas unter 30 Grad, also auszuhalten. Auch heute fuhren wir wieder auf meist kleinen und auch ganz kleinen Straßen, auf manche hätte kaum ein Auto gepasst. So gestaltete sich die Fahrt über 155km ganz entspannt und angenehm. An der Talsperre Ottenstein in Niederösterreich gab es eine kurze Pause. Wir schauten den Bootsfahrern und Badelustigen zu und hatten Obst und was zum Trinken dabei.
Dann ging es bald hinunter ins Donautal über einige Kehren und viele Kurven. In Weißenkirchen wollten wir Marillenknödel essen, hier eine Spezialität, aber mussten uns sagen lassen, dass für dieses Jahr die Marillensaison leider schon vorbei ist und es deshalb auch keine Marillenknödel mehr gibt (Saison ist eigentlich von Anfang Juli bis Mitte August, in diesem Jahr war es halt etwas eher zu Ende). So musste ein Stück Marillenkuchen mit Eis ausreichen.
Unsere Unterkunft, Gästehaus Denk in Wösendorf (gleich neben Weißenkirchen) haben wir kurz vor 16 Uhr erreicht. Zuletzt ging es dort durch schmale und verwinkelte Gassen, manchmal sah es so aus, als könne es gar nicht weitergehen. Aber wir sind gut durch- und angekommen. Jetzt noch frisch machen, bisschen was erledigen und dann wollen wir zum Heurigen Mang in Weißenkirchen (2km zu Fuß). Heurige sind Weingüter, die auch an Gäste Wein ausschenken dürfen einschließlich Imbiss. Unsere Nachbarn haben uns diesen empfohlen. Es wäre dort sehr gemütlich im Garten. Wir lassen uns mal überraschen.
12.08.2026
Beroun nach Český Krumlov
Es ging kurz nach 10 los, bei knapp 20°C, Richtung Český Krumlov. Den Routenvorschlag haben wir uns tatsächlich von der KI geben lassen, da wir im Vorfeld kaum Zeit hatten, uns damit zu befassen. Konkretisiert wurde die Strecke über den Routenplaner Kurviger. Hat auch alles gut geklappt. Kaum größere Straßen, dafür viele kleine, durch ebenso kleine Dörfer, vorbei an Wäldern und Feldern. Wir kamen u.a. auch an der Burg Karlštejn vorbei. In der zweiten Hälfte gabs auch etliche Seen an der Strecke, an einem haben wir Pause gemacht, ganz ruhig war es. Überhaupt war es ein sehr entspanntes Fahren. Unterwegs haben wir noch einen Pausensnack und Getränke im Kaufland geholt.
Gegen 16.30 Uhr waren wir am Ziel am LH Hotel Gold, nach 220 gefahrenen Kilometern. So schnell geht es auf den Landstraßen eben nicht vorwärts, zumal Ramona auch etwas mehr aufpassen muss, um ohne viel Gerüttel zu fahren. Aber die Straßen sind hier bisher im allgemeinen sehr gut in Schuss und offroad fahren vermeiden wir konsequent. Weil: Ramona hat sich im Azorenurlaub vor ein paar Wochen wahrscheinlich einen Steißbeinbruch zugezogen, der noch nicht ganz verheilt ist. Bisher geht alles gut, ein Luftkissen auf dem Sitz hilft dabei.
Jetzt sind wir erneut in Český Krumlov und werden den Abend hier genießen.
Es gab ganz traditionell tschechische Küche: Gulasch mit Knödel und dazu ein frisches, kühles Radler.
11.08.2026
Dorfhain nach Beroun
Ja, heute ging es endlich los; gegen 11 Uhr sind wir gestartet, nachdem wir endlich (hoffentlich) alles eingepackt hatten und das Haus einigermaßen guten Gewissens verlassen konnten. Gottseidank war es heute nicht so heiß und wir bleiben ja in Europa, da kann man notfalls fast alles besorgen, was man vergessen hat.
Ganz gemütlich über meist kleinere, verkehrsarme Straßen näherten wir uns unserem Ziel: Beroun in Tschechien.
Es ging oft ziemlich kurvig zu, zunächst viel durch das Böhmische Mittelgebirge, waldreiche Gebiete und an der Moldau entlang. Wir kamen durch Rakovnik mit einem historischen Stadtkern und waren an der Burg Krivoklat, die man schon von weitem erblickte. Dort sahen wir ein mittelalterliches Ambiente und auch einer neuzeitlichen Taverne, wo wir Eis verkosteten. Hat uns gut geschmeckt.
In Beroun, nicht weit weg von der Burg, haben wir uns im Hotel Grand Litava einquartiert. Hier gab es auch ein gutes Abendbrot.
Wir waren 190km unterwegs. Sonnig, bis 25°C.
Sommer 2026 - Mal kurz in den Süden (bis zum Donaudurchbruch Rumänien/Serbien - wenn wir es schaffen)
Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
So verlief zumindest die erste Jahreshälfte. Da konnten wir kaum wirklich etwas planen.
Eigentlich wollten wir noch einmal Richtung Süden, nach Nordmazedonien und Albanien. In Nordmazedonien konnten wir im vergangenen Jahr nicht einreisen, da Maiks Personalausweis keine 6 Monate mehr gültig war (alle anderen Länder in Europa fordern nur 3 Monate Gültigkeit). Warum hatten wir das damals nicht beachtet - weil wir eigentlich mit unseren ziemlich neuen Pässen reisen wollten, nur dauerten die Visabeantragungen im Frühjshr 2025 viel länger als vorhersehbar und so wurden uns unsere Pässe nach Istanbul nachgesendet.
Deshalb wollten wir nach Nordmazedonien und außerdem nochmals nach Albanien, da uns dort der Regen voriges Jahr ziemlich arg erwischt hatte, wir aber die Landschaft wirklich sehr toll fanden. Ein Grund, wiederzukommen.
Soweit kommen wir aber nicht in 14 oder 15 Tagen, die uns nun im August zur Verfügung stehen. Also mal sehen wie weit wir kommen. Wir hoffen, wir schaffen es bis zum Donaudurchbruch (Eisernes Tor) an der Grenze von Rumänien zu Serbien.
Wir nehmen euch gern mit auf unserer Reise.
Heimfahrt über Delitzsch
10.06.2026
Letztes Frühstück hier im Ahornhotel. Aber wir hatten in den letzten Tagen genug gefuttert, heute haben wir beide keinen großen Hunger. Danach packten wir unsere Sachen zusammen und gegen 10 Uhr verließen wir das Hotel. Das Wetter sah gut aus, es war etwas kühl, aber darauf waren wir eingestellt. Mit etwas Glück kommem wir trocken nach Hause, hofften wir.
Zunächst fuhren wir nach Delitzsch, nochmals, weil wir doch nun auch endlich in den Fabrikverkauf der Delitzscher Schokoladenfabrik reinschnuppern wollten. Das schafften wir auch. Eine ziemlich große Verkaufsfläche empfing uns mit allerlei Leckereien. Wir durften auch verkosten, wenn wir uns nicht sicher waren, ob wir die jeweilige Süßigkeit mitnehmen wollten oder nicht. Außer zahlreichen (bekannten und unbekannten) Kreationen der Schokoladenfabrik Delitzsch GmbH gab es dort auch viele Produkte von Halloren, meistens die bekannten Kugeln in den verschiedensten Geschmacksrichtungen. Die waren aber nicht unser Begehr. Wir fanden andere Kostbarkeiten. Die Verkäuferin erzählte kurz noch etwas über die Traditionsfabrik, die früher "Böhme" hieß und von Alfred Böhme 1894 gegründet wurde.
Wir gönnten uns im Café gegenüber noch einen kleinen Imbiss und dann ging es weiter ohne nennenswerte Zwischenfälle. Um 15.45 Uhr waren wir wieder zu Hause gelandet, nach 292 km, trocken und dank Rückenwind auch ziemlich zeitig.
In den Harz geht es bestimmt irgendwann noch einmal.
Bad Harzburg - Baumwipfelpfad
09.06.2026
Der Wetterbericht hielt mehr als er versprach: es regnete nicht nur am Vormittag. Leider. Kalt war es auch, am Mittag waren es etwa 10°C. Und das zu Maiks Geburtstag!
Wir frühstückten erst einmal ausgibig, und erledigten Kleinigkeiten, warteten ab, bis sich der Regen verzog. Gegen 14 Uhr sattelten wir unsere Rösser und ab ging es, wie geplant, nach Bad Harzburg. Kaum waren wir gestartet, regnete es schon wieder! Aber wir sind ja gut ausgerüstet und die Strecke war nicht weit bis zum Zwischenziel, ca. 20km. Dort wollten wir den Baumwipfelpfad erklimmen und uns überraschen lassen, was es alles zu sehen und entdecken gibt. Erst einmal warteten wir den nächsten Schauer ab, dann gings los, 10€ Eintritt pro Person. Auf einem riesigen kugelförmigen Gestell schwingen wir uns nach oben, zwischendurch Infotafeln zur Entstehung unseres Sonnensystems, unserer Erde und deren Natur. Zwischenfrage: Wer kennt den Ameise-Nigel? So gefunden auf einer der Tafeln :).
Oben angekommen, schien auch wieder richtig die Sonne, der Pfad ist einzigartig und beeindruckend angelegt, viele Meter über dem Boden in Höhe der Baumwipfel. Auch hier gibt es viele Informationen und Anschauungsmaterial zur hiesigen Natur. Außerdem kann man die Vögel wunderbar trällern hören (wenn nicht gerade Baumaschinen werkeln - es wird nämlich neu gebaut bzw. erweitert) und die Baumwipfel mit ihren frischen Spitzen und Blütenständen bewundern. Uns hat es gefallen.
Zurück ging es - aber nicht über die geplante Route - dafür war es zu spät - nach Braunlage. Die Sonne schien immer noch. Das waren heute insgesamt nur 66 km.
Und natürlich gab es am Abend noch einen Drink an der Bar. Morgen geht es heim.
Runde im Harz - Rappbodetalsperre mit Harzdrenalin
08.06.2026
Wir wollen heute Adrenalin in unseren Adern verspühren. Dazu hatten wir eine schöne Harzrunde mit den Moppeds geplant, in der Hoffnung, dass heute zum Montag nicht mehr so viele andere Zweiräder unterwegs sind. Das Konzept ging nur teilweise auf. Es ließ sich aber ganz gut fahren, besonders auf den kleinen und trotzdem recht kurvigen Straßen.
Höhepunkt war aber der Stop an der Rappbodetalsperre, die wir gegen Mittag bei tollem Wetter erreichten. Gebucht hatten wir bereits im Voraus das Harzdrenalin-Spektakel: die Doppel-Megazipline über die Talsperre. Wir freuten uns wirklich sehr darauf und wurden nicht enttäuscht. Schlimm war es keinesfalls, nur ein schönes Gefühl, sicher angeschnallt mit ca. 90 km/h über die Talsperre zu "fliegen". Das ganze dauerte ca. 1 Minute, die Strecke ist ungefähr 1000m lang. Man glitt so dahin und merkte die Geschwindigkeit gar nicht. Danach ging es zu Fuß wieder zurück über die längste Fußgängerhängebrücke der Welt. Sie ist etwa 400m lang und schaukelt ganz schön beim drüberlaufen. Hat auch Spaß gemacht und war nebenbei noch ganz informativ, da über Lautsprecher an manchen Stellen Fakten zum Bau und der Sicherheit der Brücke kundgetan wurden. Am Ausgangspunkt steht dann auch noch ein Turm, wo weitere Adrenalinmöglichkeiten abgefasst werden können, wir haben diesen nur bestiegen und uns umgeschaut.
Dann ging es weiter. Wir haben heute u.a. Orte wie Elend, Wernigerode, Stiege, Blankenburg, Rübeland passiert.
In Braunlage, kurz vor unserem Hotel, gabs im Eiscafé Venezia noch einen tollen Eisbecher.
128km kommen heute zu den Tachoständen der Moppeds hinzu.
Braunlage
07.06.2026
Nach lauter Nacht - Fenster ging zu einer Hauptstraße und um Mitternacht herrschte noch Volksfeststimmung auf der Straße - und gutem Frühstück schwangen wir uns auf die Motorräder und ab ging es Richtung Harz. Aber zunächst machten wir am Kyffhäuserdenkmal halt. War mit einem kleinen Aufstieg verbunden, dann konnten wir das riesige Denkmal betrachten und besteigen. War beeindruckend, vor allem, wenn man davor stand, es ist einfach riesig. Und die Aussicht von da oben war auch gut.
Das Wetter spielte mit, es fuhr sich gut und so waren wir gegen 15.45 Uhr in Braunlage am Hotel. Man hat schon gemerkt, dass der Harz ein Eldorado für Motorradfahrer ist. Es waren ziemlich viele unterwegs am Sonntag, auch manche "Rennfahrer" unter ihnen, die dann wie Drängler hinter uns fuhren. Da sind wir eher gemütlich unterwegs, wenn auch nicht unbedingt bummlig. Schließlich wollen wir ja auch noch die Landschaft genießen.
Vom Hotel aus machten wir uns noch zu einer kleinen Wanderung entlang der warmen Bode auf. Es war sehr ruhig und man konnte sehen, wie der kaputte bzw. kranke Wald sich langsam wieder erholt, viele kleine grüne Bäume, z.T. auch fleißig aufgeforstet. Und der Bach plätscherte so friedlich neben uns hin. Dann passierte es, dass Maiks Smartphone, er weiß auch nicht warum, einen Neustart hinlegte. Doch die PIN stimmte nicht oder doch? Es startete nur im abgesicherten Modus und den verließ es dann auch nicht mehr; PIN und PUK waren angeblich immer falsch. Das kostete uns am Abend viel Zeit und brachte kein Ergebnis. Auch die telefonische Hilfe von 1&1 wusste nicht wirklich weiter. Dazu muss man wissen, dass Maik 2 elektronische SIM-Karten im Smartphone hat, aber derzeit nicht wirklich aus einer Schleife heraus kommt. Jetzt ist er erstmal lahmgelegt bzw. das Smatphone. Diverse Ideen kann er erst zu Hause in die Tat umsetzen, um es wieder zum Laufen zu bekommen.
Irgendwann geben wir den Versuch auf und gehen Abendbrot essen. Wir lassen uns die Laune nicht verderben.
Wir haben 206km von Delitzsch nach Braunlage zurückgelegt.
Delitzsch
06.06.2026
Heute sind wir zu unserer Harztour gestartet. Um 11 Uhr waren wir endlich abfahrbereit. Hatten wir an alles gedacht? Nun, wir sind ja nur bis Mittwoch (10.06.) unterwegs.
Tatsächlich hatten wir bis gestern noch nichts gepackt, kaum etwas vorbereitet. Das hatten wir uns anders vorgestellt. Aber bis Donnerstag, 4.6., galt es noch ganz andere Probleme zu bewältigen (Familie). Am Freitag vertiefte sich Maik bis abends nochmals in seine Arbeit, weil er sich einen Tag zuvor einige Stunden frei nehmen musste. Da stehen Termine an. Ich, Ramona, hab versucht, ihn zu unterstützen. Ist auch nicht ganz uneigennützig, schließlich soll er zu einer Veranstaltung einen kurzen Vortrag über unsere Traumreise 2025 halten. Ist ja dann auch eine gute Grundlage für unseren versprochenen Vortrag.
Heute früh dann gemütlich gefrühstückt, fertig gepackt, ein bisschen Ordnung geschaffen im Haus, bei Nachbarn abgemeldet und bei bestem Motorradwetter losgefahren. Nach Delitzsch. Ziel war die Schokoladenfabrik bzw. der Werksverkauf. Wir wollten uns dort etwas anschauen, erklären lassen und einpacken natürlich auch. Unterwegs verwirrte uns dann eine gesperrte Straße: wegen eines Radrennens. Keine Umleitung ausgeschildert. Wir waren mitten in Mutzschen, im Zentrum mit kleinen, verwinkelten Gassen, bergauf und bergab... Es dauerte eine Weile ehe wir wieder rausgefunden haben und auf dem richtigen Weg waren.
Vor der Schokoladenfabrik standen wir gegen 14.45 Uhr. Lt. Internet sollte der Werksverkauf Sonnabends bis 16.00 Uhr geöffnet haben, hatte er aber nicht. Es war ein Schild an der Tür: Sonnabends bis 14.00 Uhr. Aus der Schokoladentraum. Die Stimmung ließen wir uns aber nicht vermiesen, gegenüber gab es einen Bäcker mit Café.
Unterkunft hatten wir in der Grünen Linde gebucht. Hier gibt es Duschzeiten aus Energiespargründen! Sonst kein warmes Wasser! In Marjuschkas Restaurant fanden wir gute russische Küche und georgischen Wein. Das Restaurant war einschließlich Biergarten ziemlich gut besucht; kein Wunder, alles hat geschmeckt und preiswert war es außerdem. Sehr empfehlenswert! Zum Ausklang drehten wir noch eine Runde durch die Stadtmitte. Morgen geht es weiter nach Braunlage in den Harz.
Auf in den Harz!
Mai 2026
Jedes Jahr Anfang Juni sind wir auf einer kurzen Tour in Deutschland unterwegs. Das ist schon Tradition. Dieses Jahr soll es in den Harz gehen, nach Braunlage. Motorradfahren, wandern, Highlights erleben wie das Harzdrenalin...
Raus aus dem Alltag, raus aus der täglichen Anspannung, eine Auszeit zum entspannen und genießen ...
Wie weiter?
Anfang 2026 kam alles anders als gedacht...
Aber Familie geht vor... Wir hoffen, Ihr könnt das verstehen.
Wir werden wieder Reisereportagen von unserer Traumreise2025 auf YouTube veröffentlichen, habt etwas Geduld.
Ein Vortrag zu unserer Reise ist in Arbeit. Wir hoffen, dass wir im Oktober soweit sind, um ihn halten zu können, zunächst in Dorfhain, um uns bei Freunden und Nachbarn, die uns unterstützt haben, zu bedanken.










































































































































































































































































































































































































































